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Home, sweet home?!

 

Gute Nacht!

Nun bin ich schon seit über einem Monat zurück und habe noch keinen abschließenden Eintrag gemacht. Ich genieße es zurück zu sein und gleichzeitig sehne ich mich zurück zu dieser Freiheit und Unbeschwertheit die ich während meines Semesters in China/HK gespürt habe....es war eine großartige Zeit, wohl die wertvollste Erfahrung meines bisherigen Lebens und ich nerve euch bestimmt schon alle mit "Also in China..." und "In China würde ich jetzt...", aber ich fürchte das geht vorbei...schneller als man denkt....

Ich denke ich habe manchmal einen umgekehrten Kulturschock weil alles so anders ist, es ist aber auch sehr erleichternd sich wieder "natürlich" verhalten zu können, einfach der eigenen Kultur entsprechend in der Leute den eigenen Humor verstehen und sagen was sie denken...ich merke jetzt erst wie anstrengend es manchmal war sich ständig zurückzuhalten und aufzupassen nicht mit einer absolut fremden Kultur zu kollidieren!

Vieles fühlt sich jetzt im Nachhinein sehr unwirklich an. So als hätte ich nur geträumt oder so. Aber ich denke das ist normal?! Achja: DEUTSCHLAND IST TEUER!

Ich schulde euch noch einige Fotos denn ich werde mich über die letzten Wochen in Yunnan nun wirklich nicht in Worten äußern können. Wenn ihr allerdings Fragen zu einzelnen Bildern habt dann fragt mich...wenn ihr riskieren wollt dass ich euch stundenlang mit China-Zeugs zulaber  

Hardsleeper: Von Shanghai nach Xian

Hardsleeper2: Von Guilin zur Tiger-Sprung-Schlucht

Hardbus3: Von ShangriLa zum LuguHu

 China ist laut und wuselt und riecht und verbietet und blinkt und übersieht und erkennt und erinnert und verdrängt und verheimlicht und klatscht und spuckt und schnarcht und liebt und leidet und handelt und wartet und genießt und kämpft und rudelt und qualmt und isst und trinkt und spuckt wieder und und und.....hat mich verändert. 

 

Ba bei, 

Missy

2 Kommentare 1.8.10 00:50, kommentieren

Hallo Verena, hallo Welt

Ich lebe immernoch und bin nach 2 Wochen im Norden Yunnans (absolut spannende Kulturen, Berge, Seen, Schluchten, Altstaedte, TOLL!!) wieder in Kunming von wo aus ich heute Nachmittag die Rueckreise nach Hong Kong antrete. Bin dann hoffentlich 30 Stunden spaeter in HK, aber wer weiss....kann das Zugticket ab Guangzhou irgendwie nicht ab hier buchen....

 Nachdem ich das letzte Mal vom Verlust meiner Kamera geschrieben habe ist dann nur einen Tag spaeter mein Handy in die Haende eines Taschendiebes gefallen. DA ich ja schon diese "scheiss-egal-Stimmung" hatte war das nicht mal sooo dramatisch (auch wenn es das wertvollste Handy war das ich je hatte....), aber mit dem Handy waren alle Nummern (auch die aus HK) und vor allem meine internationale chinesische SIM Card gegangen. Die Nummern konnte ich mir zurueckorganisieren (auch ohne Facebook), aber waehrend es in Shanghai kein Problem war eine internationale SIM Card zu bekommen sollte mich das hier 200 bis 300 Euro kosten. Das wollte ich natuerlich nicht bezahlen, andererseits reise ich alleine und haette gerne die moeglichkeit meine Familie anzurufen wenn was passiert. Meine Loesung heisst Willow und ist ein Schatz. Ich kannte sie seit 1,5 Tagen und sie war einfach eine chinesische Frau (25) in meinem 8 Bett Dorm, 1,5 Tage haben ihr aber gereicht um all den Polizei Kram etc mit mir zu regeln und mir am Ende ihre SIM Card zu leihen in dem Vertrauen dass ich sie nach 2 Wochen zurueck bringe. Krass, oder? Sie hat ihren ganzen freien Tag mit mir verbracht um mir zu helfen ohne dass ich sie darum gebeten haette...

Einige Tage spaeter hat sie mich dann angerufen um mir zu sagen dass man ihr Portemonnaie geklaut hat. Auch in Kunming. Das tat mir soo Leid fuer sie weil sie mir ja so geholfen hat. Doch dann am naechsten Tag bekam ich einen Anruf von der Polizei in Kunming (auf ihre Handynummer), den meine Mitreisende (auf die ich zurueckkommen werde) beantworten konnte (chinesisch natuerlich) der mir mitteilte dass ihr Portemonnaie ohne Geld aber mit allen Karten abgegeben wurde. Sie war echt total gluecklich und vor allem war das nur moeglich weil sie mir geholfen hat und mir die SIM Card geliehen hat. Ansonsten haette man sie nicht erreichen koennen da sie mitlerweile eine neue Nummer hat. Hach, das fand ich irgendwie schoen

 Nach Tibet habe ich es nicht mehr geschafft, aber nach Shnagri-La, was nahezu Tibet ist. Dort gibt es ein tibetisches Klosterdorf in dem ich Stunden verbracht habe. Es hat angefangen zu regnen und ein Moench hat mich reingebeten. Da sass ich dann im Moench-"Wohnzimmer" und habe mit einer kleinen Katze gespielt waehrend der Moench so ne Art Techno gehoert hat....wer haette das gedacht?!

Dies und vieles mehr habe ich mit Cynthia erlebt. Cynthia ist eine Chinesin (27) die ich im Bus von Lijiang Bahnhof nach Lijiang Altstadt kennen gelernt habe. Sie hatte nichts geplant und nichts gebucht und ist mir so einfach mal hinterhergelaufen und so endete es darin, dass wir meine 2 letzten Wochen zusammen gereist sind. Sie hat normal immer Einzelzimmer gebucht und ich habe sie ueberredet mal ein 8 Bett Mix Dorm auszuprobieren, das ging aber nach hinten los: ein besoffener Daene kam nachts rein und hat splitternackt, mit Socken und ohne Decke geschlafen sodass wir mit der Aussicht auf seinen Po aufwachten. Das war wohl ihre letzte Nacht im Dorm. Danach hatten wir Doppelzimmer, was aber auch cool war da ich so fuer das gleiche Geld wie fuers Dorm ohne nackte daenische Popos schlafen konnte. Sie ist so richtig chinesisch (sie isst Hund und findet das lecker, weiss nicht warum sich die Tibeter so aufregen (die sollten dankbar sein!), redet nicht gern ueber Politik und findet ich bin infiltriert von westlicher Propaganda, weiss nicht was ich an westlichem Fruehstueck finde (ich koennte schliesslich einfach Reisbrei mit Fleisch und Pilzen essen), macht lieber Touren im Minibus anstatt mit dem Fahrrad, findet Klosterdoerfer oede und bezahlt lieber 20 Euro fuer einen See mit Ponyreiten, sie ist sehr mistrauisch gegenueber allem was man so kauft und prueft jedes einzelne Teil vor dem Kauf sehr genau (ich bin zu naiv fuer China), sie hat Angst braun zu werden und schwitzt lieber im Pullover bevor ihre Arme so eklig braun werden "wie die von meiner Oma" (Zitat), hat ihren Job aufgegeben weil ihr Freund das moechte etc etc.....), aber das hat es echt spannend gemacht. Manchmal waren unsere Vorstellungen einfach nicht vereinbar (stichwort Klosterdorf und Fahrradtour) und dann sind wir fuer einen Tag getrennte Wege gegangen, aber so hatten wir uns abends mehr zu erzaehlen  Manchmal musste sie einfach was mit Chinesen machen und ich was mit westlichen Touristen, einfach um sich kulturell kurz zu erholen.

 Sie wird mir echt fehlen...fakt ist dass mein Trip ohne sie sehr viel langweiliger, nicht halb so lustig und viel teurer geworden waere: egal was ich ausgehandelt hatte, sie hat weiter gefeilscht und immer noch bessere Konditionen bekommen Manchmal gab es lustige Situationen weil die Verkaeufer dachten ich wuerde sie als meinen Tourguide bezahlen und dann kam sowas (auf chinesisch) wie:"Ueberrede sie den teuren Tee zu kaufen und du bekommst 40 Prozent vom Gewinn!"...nichts ahnend, dass sie mir das uebersetzt.

Ja, wir sind echt Freunde geworden. Ich wurde auf viele sonderbare Eigenheiten meiner komischen westlichen Kultur aufmerksam gemacht (wir haben sie manchmal auch echt nicht alle!) und fand andersherum auch die letzten Vorurteile bestaetigt (das hab ich schon in HK gelernt: Kulturelle Vorurteile sind WAHR!!). Wir sind so verschieden und trotzdem hatten wir eine echt schoene Zeit zusammen...

Soo...nun hoffe ich dass ich den Tag in Kunming ohne Verluste ueberstehe und mich dann naechste Woche aus HK oder sogar Deutschland zurueckmelden kann!!

4 Kommentare 12.6.10 03:27, kommentieren

China

Hallo!

 Ich lebe und habe die ersten 3 Wochen in China nahezu ueberlebt (am Montag). Ich hatte euch eigentich noch einen Eintrag in Hong Kong geschrieben, aber es gab ein Internetproblem und der Text war weg und ich hatte weder Zeit noch Nerven nochmal zu schreiben.

Gerade sitze ich in einem wirklich schoenen Hostel in Kunming, der Hauptstadt der Provinz Yunnan im Suedwesten Chinas. Diese Provinz grenzt an Vietnam, Laos, Myanmar, Tibet, Sichuan und Guanxi (falls es euch interessiert).

China ist toll und viel besser als sein Ruf, die Leute hier sind wirklic so freundlich und auch wenn sie manchmal versuchen einen ueber den Tisch zu ziehen muss man einfach sehen, dass einem das in Europa mindestens genausooft passiert.

Ich habe gerade keien Lust die Reiseberichte fuer alle bisherigen Stationen zu schreiben (denn davon gab es 5), daher nur dieses kurze Lebenszeichen. Ich bin ab jetzt allein unterwegs. Damit meine ich ohne Chris (den wir schon in der Inneren Mongolei verabschiedet haben), ohne Raphaela und Jens (von denen ich mich gestern in Guilin verabschiedet habe) und ohne meine Kamera, die sich am Montag in Guilin von mir verabschiedet hat (oder auch nicht). Sie ist mit meiner Uhr durchgebrannt und befindet sich nun wohl in Begleitung eines Chinesen. Das wirklich schlimme daran ist, dass alle meine Fotos in der Kamera waren. Die letzte Sicherheitskopie hatte ich in Peking nach der grossen Mauer gemacht sodass die Fotos aus der Inneren Mongolei, aus Xian, aus er Verbotenen Stadt und aus dem Sommerpalast fuer immer verschwunden sind. Raphaela und Jens haben ja uach fotographiert und ich habe alle ihre Fotos bekommen sodass ich euch trotzdem zeigen kann wo ich so war, aber in der Inneren Mongolei habe ich die schoensten Fotos meines Lebens gemacht und um diese habe ich so richtig getrauert. ICh glaube Dienstag habe ich von morgens bis ca. 18h durchgeheult. Jetzt gehts aber wieder. Seit ich dann Donnerstag auch noch meine Uhr verloren habe habe ich so eine Art Scheiss-Egal Stimmung. Im Zug heute habe ich lange mit einem alten Franzosen gesprochen und der meite desto weniger man hat, desto weniger kann man verlieren. Recht hat er. Meine Kamera kann ich nun nicht mehr verlieren...dafuer die von Jens die er mir mitgegeben hat fuer den Rest meiner Reise...

Achja:ein gutes hatte das mit der Kamera: Ich hatte das unvergessliche Erlebnis eine chinesische Polizeiwache zu erleben. Ich habe mich entschieden die Kamera gestohlen zu melden da ich gegen Diebstahl versichert bin. Ich in aber wohl der erste Mensch der in China jemals was gestohlen gemeldet hat. Auf der Wache sprach niemand Englisch und es sah so aus als haette ich die Beamten geweckt oder so. Mit Pointingbook, der Hilfe eines Hotelangestellten in der Nachbarschaft und Haenden, Fuessen sowie meinen 5 Saetzen Mandarin konnte ich mich dann aber verstaendlich machen und bin von einem Kollegen samt Raphaela u Jens im Polizeiauto zu einer anderen Wache gefahren worden. Dort sprach auch keiner Englisch. Raphaela und Jens waren schon nur noch am Lachen. Ich haette auch gelacht wenn es nicht meine Kamera gewesen waere. Die Situation war einfach urkomisch und die Beamten waren klasse. Dort sah ich mich mit einem Formular konfrontiert dass nur auf chinesisch vorlag. Irgendjemand hat dann am Telefon versucht mir zu erklaeren was passiert. Es endete damit dass die Beamtenn das Formular gestempelt haben und ich muss das jetzt mit Hilfe vn irgendjemandem selbst ausfuellen. Anschliessend wurde ich im Polizeiauto zum Bahnhof gefahren (teilweise auf der falschen Spur fahrend) weil ich sonst meinen Zug verpasst haette.

Vorurteile hin oder her: chinesische Beamte waren bislang alle 1000x freundlicher und hilfsbereiter zu mir als in Deutschland. Das gleiche gilt fuer Bahnangestellte etc etc. Das Zugsystem finde ich sogar besser organisiert und effizienter. Ich hatte erst in einem Zug Verspaetung und dass ist auch kaum verwunderlich bei REisezeiten bis zu 27h. Und fuer 27 Stunden im Schlafzug bezahlt man hier gerade mal 35 Euro! Sogar das Essen an Bord ist seeehr viel leckerer als im ICE. Alles in allem: ich bleib noch ein bisschen hier^^ Mein Visum habe ich in Guilin naemlcih auch noch verlaengern koennen....

1 Kommentar 29.5.10 12:27, kommentieren

Sunny Afternoons...

 Beim Lesen bitte folgendes Lied hören:

The Kinks - Sunny Afternoon

Die Zukunft neigt sich dem Ende zu (mh...das klingt jetzt irgendwie negativ und hoffnungslos^^). Noch 5 Tage Hong Kong (nicht mal ganz wenn ich drüber nachdenke, was ich aber besser nicht tue) bevor es nach China geht. Gruselig irgendwie! Alles bekommt nun den Beigeschmack von "Ein letztes Mal....". Heute Abend zum Beispiel gehts ein letztes Mal Sushi Essen. Sushi wird mir fehlen, wie vieles hier. Das was man uns zuhause als Sushi verkauft kann da einfach nicht mithalten. 

 Ansonsten hab ich noch eine Klausur übrig, aber die kann ich gerade nicht richtig ernst nehmen. Das wird schon irgendwie Ich bin viel zu sehr damit becshäftigt meine letzten Tager hier zu genießen. Ich war am Wochenende endlich am berühmten Strand "Shek O" und dann war ich im Fischerdorf "Tai O". Dort wollten wir die pinken Delphine sehen die eigentlich mehr weiß sind und bald wahrscheinlich garnicht mehr sind, aber wir hatten kein Glück. Macht nichts, war trotzdem ein schöner Tag in einem wirklich coolen und absolut entspannten Dorf voller Leute die anscheinend jede Menge Zeit haben. In Hong Kong garnicht so einfach zu finden!

Ich hatte ja im letzten Eintrag geschrieben, dass ich nochmal bei schönem Wetter nach Sai Kung wollte und das habe ich Montag zusammen mit Chris und Virginia auch getan. Das war unglaublich!! Treppen hin oder her, Hitze hin oder her, Sonnenbrand hin oder her: WOW! Wir sind 8 Stunden gewandert und haben 4 atemberaubend schöne Strände gesehen mit türkisem Wasser und allem was dazu gehört. Wahnsinn was so ein bisschen warmes, gelbes Licht doch ausmacht.  Am letzten Strand, Tai Wan, sind wir dann auch Schwimmen gegangen. Beser gesagt "Body surfing"...wir haben uns in die lauwarmen Wellen geschmissen und uns an den Strand schrabbeln lassen. Viriginia musste leider abends noch studieren weshalb ich mich etwas an meine Kindheit erinnert fühlte: "Cathleeeeeeen....du musst jetzt aus dem Wasser kommen!! " Cathleen: "och nööö....noch 5 Minuten, ja?!". Chris war zum Glück auf meiner Seite wodurch wir noch ca 15 Minuten schinden konnten bevor Mammi böse wurde und am Strand die Uhrzeit getanzt hat (kein Witz) Nee, wir hatten echt super viel Spaß und es war einer dieser Postkarten-Momente bei denen ich mir immer nicht ganz sicher bin ob das jetzt gerade wirklcih passiert oder ob ich gleich irgendwo aufwache....

Gerade habe ich nochmal Ashley, meine verrückte Lieblingsbritin getroffen. Sie hat angefangen Leute um ihre "Liste" zu bitten. Eine Liste mit den 100 Dingen die man noch machen möchte bevor man stirbt. Nicht irgendso ein Buch mit Dingen die man noch machen muss, sondern eine persönliche Liste voller Träume. Meine erste Reaktion war, dass ich drüber nachdenken muss und sie ihr per Mail zusende. Dann hat sie mich um nur einen Punkt gebeten und wir saßen am Ende 1,5 Stunden vor der Kantine und haben uns von unseren Listen erzählt. Noch hat sie einen Großteil meiner Liste (sie sammelt die Listen aus allen möglichen Ländern und fügt das dann zusammen sodass man vergleichen kann....total witzig wie unterschiedlich die Träume so sind!!), aber wenn ich meine Liste komplett hier habe werde ich überlegen, ob ich sie - so zum Abschluss- auf den Blog stelle. Mal gucken Fakt ist auf jeden FAll, dass ich für diese Liste leben möchte. Ich will das alles wirklich machen. So! Und nun dürft ihr mir einen Job anbieten der mir das ermöglicht Nen anderen mach ich nämlich nicht! Teil des "Listen-Übereinkommens" ist übrigens auch dass man mindestend 3 der Dinge in den nächsten 5 Jahren gemacht haben muss.  Also nichts wie los

Donnerstag wollten wir zusammen anch Lang Kwai Fong, dem Partyviertel in Central, dann sind wir aber vorher in die dänische Kirche wo die beiden Däninnen mehr oder weniger Leben und sind dort hoffnungslos versackt. Nach LKF haben wir es jedenfalls nicht mehr geschafft. Trotzdem war das eine der besten Nächte hier. Wir hatten unglaublich viel Spaß und hatten jede Menge schwachsinnige Gespräche. Fotos findet ihr im Whohooo - Album. 

Ansonsten haben wir einen neuen Lieblingsplatz für abends: den roof garden des IFC-Towers. Im vierten Stock kann man auf eine riesige, wirklich schön angelegte Terasse mit Blick über den Victoria Harbour und da sitzt man dann auf trendigen, lounchigen Sitzmöbeln und trinkt sein eigenes Bier wenn man nicht in eine der teuren Bars möchte um ein Vermögen auszugeben. Um einen herum sieht man die ganzen berühmten, schick beleuchteten Gebäude und dann denkt man sich so: garnicht mal so schlecht hier! 

Das Leben als Austauschstudent ist so ein bisschen wie eine gute Soap. So ereignisreich und unwirklich und man bekommt viel mehr mit vom Privatleben der anderen als man manchmal möchte Jeder weiß immer sofort alles. Nichts bleibt geheim. Oder es bleibt so geheim, dass ich einfach nichts davon weiß -- das schließe ich aber eher aus^^

Fotoalben:

Wohooo  

Der Abend in der dänischen Kirche

No bitches but beaches!

Fotos aus dem Sai Kung country park, aus Shek O und aus Tai O

 

Heute gibts mal ein paar Bilderchen mehr...quasi aufs Haus  

Das erste bin ich am Long Ke beach in Sai Kung, das zweite ist in der dänischen Kirche und das dritte sind Holly (Kanada) und ich im IFC roof garden....

 

 

1 Kommentar 5.5.10 12:59, kommentieren

This time tomorrow, where will we be?

"This time tomorrow where will we be
On a spaceship somewhere sailing across an empty sea
This time tomorrow what will we know
Will we still be here watching an in-flight movie show
I'll leave the sun behind me and watch the clouds as they sadly pass me by
Seven miles below me I can see the world and it ain't so big at all
This time tomorrow what will we see
Fields full of houses, endless rows of crowded streets
I don't know where I'm going, I don't want to see
I feel the world below me looking up at me
And I'm in perpetual motion and the world below doesn't matter much to me"

(The Kinks - This time tomorrow)

Das Lied habe ich vor kurzem auf dem Soundtrack zu "The Darjeeling Limited" entdeckt und es beschreibt im Moment ganz gut was so in meinem Kopf vor sich geht. Wie bereits erwähnt geht meine Planung genau bis Hong Kong und nun muss ich ernsthaft anfangen zu überlegen a) wo ich meine Bachelorarbeit schreiben will b) was ich danach machen will c) wie es mit einem Master aussieht....ich bin nämlich - man mag es kaum glauben - nur noch 2 Wochen in Hong Kong. Am 10. Mai geht mein/ unser (ich reise nun endgültig mit Raphaela und Jens aus Deutschland und mit Christopher aus New York)  Zug nach Shanghai wo wir die Expo besuchen werden bevor wir unsere ehrgeizige Rundreise starten:

Shanghai, Beijing, Innere Mongolei, Xi'an, Yunnan, Guanxi.

Chris verlässt uns wahrscheinlich schon in der Mogolei um seine Familie in China zu besuchen, Raphaela und Jens bleiben mir noch bis zum 29. Mai erhalten bevor die beiden nach HK zurückkehren und nach Europa fliegen. Ich bleibe dann noch die 2 Wochen in Yunnan, Guanxi und evt. Hunan. Das Problem ist dass diese Region im Moment stark von Naturkatastrophen gezeichnet ist. An der Grenze zu Yunnan und Tibet war das Erdbeben und die ganze Region leidet unter der schlimmsten Dürre seit 100 Jahren die dazu führt dass Bauern ihre Höfe verlassen um in der Stadt Arbeit zu finden während die Frauen versuchen das Vieh irgendwie durchzukriegen. Ziemlich schlimm. 1/3 der Reisernte ist hinüber und da der Norden unter Überflutungen leidet wohl auch ein Großteil der Getreideernte. Aber ich muss in Xian sehen wie die Situation im Süden ist und dann entscheiden. Ich will mir Yunnan eigentlich echt nicht entgehen lassen. Das ist die kulturell spannenste und schönste Region Chinas. Und ja: klar hab ich Angst allein durch China zu reisen. Aber das ist es mir wehrt Da ich in Hostels schlafen werde lerne ich bestimmt Backpacker vor Ort kennen (diese Region ist sehr beliebt bei Backpackern aus aller Welt), außerdem habe ich die Option jeder Zeit nachHong Kong einzureisen und dann reisen auch noch 2 meiner mexikanischen Freunde, Mariana und Ingrid, zu dieser Zeit durch China. Wenns also schlimm wird kann ich mich mit den 2n treffen und wir reisen zusammen weiter. 

 Noch 2 Wochen Hong Kong. Diese Stadt wird mir fehlen und vor allem die Uni und die Gemeinschaft hier. Ich habe hier Freunde gewonnen, von denen ich, sind wir mal ehrlich, kaum jemanden wieder sehen werde. Einige, wie Virginia z.B.  (aus West Virginia^^) planen Europatrips und werden mich evt besuchen, andere wohnen garnicht so weit weg (Sophie aus Paris und Marianne aus DK), andere haben mich eingeladen (Rose aus Seoul) oder Mariana aus Mexico hat z.b. länger in Hamburg gewohnt und plant demnächst wieder hinzufahren. Nach Kanada will ich ja schon immer mal, da werde ich dann hoffentlich die Gelegenheit haben Kris, Jeremy und Holly zu sehen. Trotzdem. Wer weiß wann das sein wird. Chris aus New York hat nun Stephan eingeladen, da darf ich dann ja evt mal mit^^

Und dann sind da die  Hong Kong Freunde wie Jessie und mein Buddy Chloe und meine Mitbewohnerin Christine. Ich weiß garnicht mehr wie ich alleine einschlafen soll! Nach 4 Monaten zu zweit auf 12 m²....so ungefähr stelle ich mir das Leben siamesischer Zwillinge vor

Ich werde noch Fotos vom Campus und allem hochladen. Ich habe mich an den Olympischen Pool gewöhnt, an die schöne Atmosphäre, sogar an die doofen Campus-Katzen....

Viele planen hierher zurückzukeren. Sei es durch ein zweites Auslandssemester, ein Masterprogramm oder beruflich. Ich denke das ist nicht wirklich eine Option für mich. So gern ich diesen Ort auch habe, ich will mehr sehen, neue Länder entdecken.  Ich hatte gehofft mein Fernweh wird nach Hong Kong besser, aber ich fürchte jetzt habe ich erst so richtig Blut geleckt. Asien fasziniert mich. Die Leute sind so anders und in ihrer ganzen Art so interessant und entspannt. Ich möchte nun unbedingt Ankor Wat (Kambodia) und Vietnam sehen. Außerdem soll Malaysia unglaublich schön sein. Und Indonesien. Und Japan. Und überhaupt. 

Für April haben wir hier sehr ungewöhnliches Wetter. Rel. kalt und regnerisch. Letztes Jahr um diese Zeit war hier schon Hitzewelle angesagt, aber dieses Jahr ist es sehr gemäßigt. Viele der anderen sind davon genervt, mir kommt das entgegen. Ich brauche wirklich keine 30° und 98% Luftfeuchtigkeit zum Glücklich sein. Wir hatten so schwüle und heiße Tage, aber wochenlang...mhh...nee.  Auf jeden Fall haben wir nun die IFC-Terrasse, im vierten Stock des IFC-Towers, für uns entdeckt. Dort kann man mit Blick auf die Kowloon Skyline sitzen und sich selbst was zu trinken mitbringen und dann läuft da so lustige Fahrstuhlmusik und wenn man zur Toilette muss kann man auf der Toilette des Four Seasons 5-Sterne-Pinkeln.

Was so richtig nervt sind die scheiß Mosquitos. Wenn ich eine Tierart auslöschen dürfte, wüsste ich für wen ich mich entscheide. Wobei. Die kleinen schwarzen Stechfliegen sind auch noch im Rennen. Alles was ich tun kann ist versuchen so scheiße wie möglich zu schmecken indem ich mich mit chinesischen Ölen einreibe oder die Chemiekeule anwende. Ich hab allerdings Freitagnacht mit Raphaela mal überlegt: von den Mücken abgesehen haben wir NICHTS mehr ernsthaft auszusetzen! Sogar an das Essen haben wir uns mitlerweile gewöhnt. Keine Magenkrämpfe mehr. Und in der Kantine haben wir nun soweit alles probiert um zu wissen was man bestellen kann und was man auf GARKEINEN FALL JEMALS bestellen sollte. 

Achja: Stephan war hier! 12 Tage waren allerdings total kurz. Wir haben viel unternommen. Das tollste war wohl Sai Kung mit den anderen. Wir sind Etappe 2 des Mc Lehose Trails gelaufen. Dafür muss man einen Bus mitten ins nichts nehmen und dort läuft man dann über Pfade von einem Traumstrand zum nächsten. Alle nicht mit dem Auto erreichbar. Die Etappe hat es in sich. Ich habe danach mindestens eine Woche eine strenge "No stairs policy" verfolgt und bin sogar vom Erdgeschoss in den ersten Stock mit dem Aufzug gefahren. Ich habe mein Pensum an Treppensteigen für die nächsten Jahre echt erfüllt!!! Das war ein Muskelkater....

Auf jeden Fall haben wir an einem dieser Strände gezeltet. Nachts leuchtet das Plankton im Meer neongrün wenn die Wellen brechen. Soo schön! Die meisten hatten dann am 2. Tag genug, aber Stephan und ich sind mit Chris noch die Etappe zuende gelaufen. Allerdings in die falsche Richtung, was ein Fehler war wie sich später herausstellen sollte, da es die letzten 2 Stunden eigentlich nur noch bergauf ging. Jedesmal dachten wir das wäre jetzt der Gipfel und immer ging es noch weiter. Die Belohnung war dann Long Ke Beach, der schönste und einsamste der Strände. Wunderschön! Danach waren wir allerdings echt tot und wir wollten vom Damm hinter dem Long Ke Beach (ein weiterer Anstieg aus dem Tal wieder raus) ein Taxi nehmen, trafen dort aber auf 50 Hiker mit dem selben Ziel weshalb wir noch 5 km von Etappe 1 gelaufen sind. Als dann ENDLICH ein Taxi hielt waren wir wirklich sehr sehr fröhlich. Leider hatten wir nicht so schönes Wetter. Sehr neblig und manchmal ein bisschen Nieselregen sodass die Fotos nicht soo toll geworden sind. Sind alle in dem "Mango Man"-Album. Ich werde versuchen nochmal die Etappe 2 zu laufen- aber in die richtige Richtung und bei schönem Wetter für noch schönere Fotos und für noch mehr Badespaß  

 So...nun habe ich 1300 Worte an euch geschrieben anstatt 1300 Worte in mein Cultural Studies Essay zu schreiben. Ich habe nämlich gerade Klausurenphase. Am Donnerstag hatte ich meine letzte Vorlesung an der Lingnan University in Hong Kong (schnief) und am Freitag hatte ich dann meine mündliche Chinesisch Prüfung: "Ni hao ma? Wo baba mama hao ma? Wo de nan pengyou hen mang?" Das schlimmste ist dass viele der Töne für mich immernoch absolut gleich klingen:

Cathleen "tchi"

Lehrerin "No...Tchi!"

Cathleen "tchi"

Lehrerin "No, tchi!"

Cathleen "tchi"

Lehrerin: Yes!!

Cathleen: ????

 Aber scheint gut gewesen zu sein. Meine Lehrerin meinte nur "you did very well". Mh. Außer meiner Lehrerin versteht uns aber trotzdem noch keiner. Das wird noch was in China....

 

Fotoalben:

Mango Man or "The Time Traveler"

Sign Seeing

Ich entschuldige mich übrigens erneut für meine Schlechtschreibung. Leider ist es im Moment furchtbar um mein Deutsch bestellt. Ich musste manche Sätze in Englisch vorformulieren

2 Kommentare 25.4.10 10:17, kommentieren

Hainan Paradise?


10 Gründe warum jeder nach Hainan fahren sollte:

Strand, Strand, Sonne, Meer, Kokospalmen (!!), günstige Preise, schönes Hinterland, lustige Chinesen, moderne Hotels, westliche Toiletten

10 Gründe warum keiner nach Hainan fahren sollte:

Absolut chaotische Verkehrslage ohne jedes System, eine Insel überrollt von "Modernisierung" und Tourismus, Männer die überall hinrotzen (auch in den Pool), Sprachschwierigkeiten (wobei ich persönlcih dass auch als lustige Herausforderung betrachte), Sonnenbrand (OH JA!)...und mehr fallen mir da auch schon nicht mehr ein...mh...achja: evt damit die Strände so schön frei und weit bleiben und ich nicht um 6h morgens mein Handtuch rauslegen muss wenn ich in 10 Jahren nochmal da hinfahre  

 Nee, ganz im Ernst: es war paradisisch! Es war so schön dass ich die ganze Zeit ein schlechtes Gewissen hatte weil es mir so gut geht. Es war so schön dass ich mich absichtlich vom Taxifahrer übers Ohr hab hauen lassen, einfach weil ich mir dachte wenn ich mich in einem 5 Sterne Hotel breit machen kann und nichts tue außer am Pool oder am Strand liegen dann muss ich mich im Taxi jetzt auch nicht wegen 2 Euro anstellen. Der Typ würde nämlich sicher auch gerne mal am Strand rumhängen. 

Der erste Tag/ Abend war ein neuer Kulturschock. Ich bin sehr dankbar für die Erfahrung, sonst hätte ich nämlichkeine Ahnung gehabt worauf ich mich bei meinen 5 Wochen China einlasse. China ist der Wahnsinn. Verrückt, laut, schnell, durcheinander, CHAOS. Und dann diese Sprache! Auf der anderen Seite ist es dadurch aber auch unkompliziert. Nicht lange nachdenken, einfach nen Bus ranwinken und einsteigen. Man kann ja jederzeit durch wildes Winken und geplapper zum Ausdruck bringen dass man genau hier wieder rausmöchte. 

Raphaela udn ich hatten eine sehr schöne Zeit und konnten gut etwas Abstand nehmen von hektischen Hong Kong. Unser Hotel lag ziemlich außerhalb, dafür aber direkt am Strand und das war für uns genau richtig. Man konnte für umgerechnet 20 Cent einen Bus nach Sanya nehmen wo wir abends für ca. 3 Euro pro Person (direkt am Strand in einer Touristenggend!!) Shrimps mit gebratenem Reis oder Nudeln gegessen haben. Fangfrisch versteht sich. Das alles haben wir aber nur meinem frisch aus den USA importierten Pointing-Book zu verdanken. In diesem kleinen Hilfsmittel welches aussieht wie das Spielzeug eines 5-jährigen sind viele Bilder mit entsprechenden Schriftzeichen auf die man dann wie ein minderbemittelter draufzeigt um zu bekommen was man möchte. Das erste mal ist das noch ein bisschen peinlich, danach lernt man es aber zu schätzen! Mein Mandarin besteht bislang nur aus wenigen einfachen Sätzen, die mir zwar schon viel weitergeholfen haben, die jedoch noch nicht zum überleben reiche. Wobei:

Ich war tauchen. So mit Sauerstoffflasche an einem Korallenriff. SEHR COOL! wobei ich mich nicht mehr so gut erinnere weil ich zu beschäftigt damit war nicht zu ertrinken. Es ist einfach so ungewohnt nur durch dieses Mundstück zu atmen. Ich hatte ständig das Gefühl nicht genug Luft zu bekommen und mein "Tauchlehrer" hat ausschließlich auf Mandarin auf mich eingequatscht. Der erste Satz den ein jeder Student der Sinologie lernt hat mir dann auch spontan geholfen: Er: "Ni hao ma?" (Wie gehts dir?) Ich: "Wo hen hao" (Mir gehts sehr gut....besonders hilfreich wenn man da rumplanscht und so wusste ich: wenn ich sage "Wo bu hao" (mir gehts nicht gut) dann wird er mich wohl schon irgendwie zurück aufs Schiff schaffen. Soweit kam es aber nicht. Als ich auf dieser tAuchstation ankam und niemand auch nur ein Wort englsich sprach hatte ich aber zugegebenermaßen schon etwas Angst....ich meine...die haben mich nicht mal gefragt ob ich SCHWIMMEN kann. Zack war ich auch schon im Wasser. Meine Tauchinstruktion bestand aus lustigem Pantomimespiel seitens der belustigten chinesischen Touristen die das natürlich super ulkig fanden dass die komische weiße im Neoprenanzug keine Ahnung hat was alle so erzählen. 

Ah..das ist übrigens noch ein Grund für Hainan: Hauptsächlich chinesische Touristen. Dazu ein paar Russen und Leute aus aller Welt (sogar Deutsche..war ja klar..die wird man ja nie los), aber eben vor allem Chinesen. Und die sind sooo knuffig im Urlaub! Kein vergleich zu besoffenen Briten oder Deutschen. 

Chinesischer Urlaub: Die ganze Familie (Oma (Nainai und waipo), Opa, Mama, Papa (Baba) und die Kinderchen schließen sich einer Reisegruppe an und legen los. Dann kommt die ganze Gesellschaft an und macht alles zusammen. Von den Frauen mal abgesehen, die sind am Tag viel im Zimmer damit sie ja nicht eklig braun werden. (Ncoh ein Grund für Hainan: Am Tag kaum Leute am STrand und im Pool...da ist ja Sonne...igitt!). Alle kaufen das gleiche Hawai-Outfit (Shorts passend zum bunten Hemd) und laufen jemandem mit Mikro und einem bunten Regenschirm hinterher oder bleiben einfach als Großfamilie unter sich. Allein dieser Anblick von 3 Generationen im gleichen Hawaihemd ist die Reise wert! Abends isst man natürlich noch zusammen (Essen...ganz wichtig in dieser Kultur! Zu den Mahlzeiten waren Strand und Pool natürlich erst recht leer.) und dann gehts zurück ins Hotel und zeitig schlafen. Keine lauten Diskos, keine besoffenen in den Straßen, keine nackten Touristen. Dafür ein haufen Leute die auf den Boden rotzen. Daran gewöhnt man sich aber mit der Zeit.

Individualismus ist einfach nicht Teil dieser Kultur wie es scheint. Als ich meinem Environmental Issues Kurs heute erzählt habe dass ich Hiken war am Wochenende (Brides Pool und Plover Cove...wunderschön!!) und dass ich die Stille da oben so mag meinten die "du kannst ja eine Gruppe gründen und mit 30 Leuten wandern"...und ich dachte: aber das ist doch der Grund warum ich 30 Minuten bei 90% Luftfeuchtigkeit Treppen steige: damit ich da meine Ruhe habe! Hier gibt es Wandergruppen mit bis zu 100 Teilnehmern. Das ist mein Albtraum! Meine chinesischen Freunde waren auch ganz verwundert als ich meinte ich hätte Urlaub OHNE eine Reisegruppe gebucht. "Wie schafft ihr das denn alleine?"...Das ging schon im Reisebüro los. 4 Mitarbeiter verkaufen Gruppenreisen und wir mussten 30 Minuten warten bis der eine frei ist der einfach nur Flüge und Hotels verkauft. Dann fährt man da hin um gleich auszusehne, das gleiche zu machen und sich im Rudel zu bewegen. Das ist nicht meine Kultur, das ist aber interessant mitanzusehen. Am Yalongbay konnte man sogar beobachten wie eine REisegruppe aus dem Bus springt, alles fotografiert (auch ganz wichtig: FOTOS! alles wird fotografiert: blonde Deutsche (Raphaela), Essen (IMMER!), Landschaft, Tiere, Sehenswürdigkeiten....und natürlich die Verwandschaft vor diesen Sehenswürdigkeiten, mit beiden Händen das Victory/Peace-Zeichen machend (von mir bereis vorher als "chinese pose" umschrieben) und dann springt man schnell wieder in den Bus, sonst schafft man ja den Kontinent nicht in einer Woche (und die meisten Chinesen haben genau 7 Urlaubstage im Jahr....7!!!). 

Soo...soviel zu Hainan. Aber letztendlich würde ich vorschlagen: geht und seht selbst! Im Moment ist Hainan noch nicht überfüllt und für unsere Verhältnisse sehr günstig. Der Tatsache dass ganz Sanya eine einzige Hotelgroßbaustelle ist entnehme ich aber dass sich das sehr bald ändern könnte. Also: Flugticket und los gehts! Auch gut zu kombinieren mit einer Woche in Hong Kong da es nur eine Flugstunde entfernt liegt *Werbeblock Ende* .

Fotos gibts natürlich auch: 

http://www.facebook.com/album.php?aid=199310&id=584972867&l=db2ac44138

Ich bin zu faul die Rechtschreibung zu checken. Entschuldige Verena! 

Nächsten Mittwoch kommt übrigens Stephan, daher weiß ich noch nicht wann ich mich das nächste Mal melde...juchu: 12 Tage Besuch aus der Heimat  


3 Kommentare 22.3.10 16:52, kommentieren

De tied de löpt!

Kinder wie die Zeit vergeht....und dies wird schon wieder kein Eintrag sondern wiedereinmal nur eine Auflistung der neuen Fotoalben:

Dong hei fa choi-- Happy New Year

Bilder vom Springfestival auf dem Campus, vom traditionellen Flowermarket, von der Nachtparade und natürlich vom grandiosen FEUERWERK vor der Hong Kong-Skyline  

http://www.facebook.com/album.php?aid=191110&id=584972867&l=3428fbdd1d

 Episode VII: Time is running

Bilder von vielen kleinen und großen Aktivitäten im Jahr des Tigers. Das Wörter "Insel" und "Hiking" spielen dabei eine entscheidende Rolle  

http://www.facebook.com/album.php?aid=197069&id=584972867&l=8dc42a7a52

Am Samstag fliege ich zusammen mit Raphaela nach Hainan, eine Insel die zu Mainland-China gehört und damit der chinesischen Zensur unterliegt. Daher muss ich mal schauen ob ich es demnächst mal wieder zu einem Eintrag bringe, es ist aber durchaus meine Absicht Das Problem ist nicht, dass ich zu wenig erlebe, sondern dass es so viel ist, dass es mir schwer fällt mich zu fokussieren und einen Anfang zu finden...dazu kommt, dass ich im Moment doch auch tatsächlich mal was für mein Studium hier tun muss. Bei all der Urlaubsatmosphäre kann man schnell vergessen, dass man ja eigentlich auch noch studiert...

Noch ein paar Worte zu Hainan: Hainan liegt auf ungefähr dem gleichen Breitengrad wie Hawai und ist berühmt für seine langen Sandstrände. Das Klima ist warm bis tropisch und unser Plan für Hainan ist einfach mal 5 Tage übelster Strandurlaub. Ich weiß nicht wann ich das letzte Mal so richtig Urlaub hatte, daher freue ich mich sehr! Und ich bin gespannt wie groß die Unterschiede zu den Sonderregionen Macau und Hong Kong sind...ich betrete also das erste Mal "die Höhle des Drachens" und werde in meinen grundlegenden Menschenrechten beschnitten. Mein "Free Tibet"-T-Shirt lasse ich also zuhause.... 

 Was ihr vielleicht noch wissen solltet: Ich glaube ich habe eine Entscheidung getroffen was meine Reiseplanung nach Semesterende (von Anfang Mai bis Mitte Juni) angeht. Die ersten drei Wochen werde ich mich mit Raphaela und Jens auf eine Rundreise durch China begeben, die mit Sicherheit unglaublich anstrengend wird. Von den sanitären Anlagen und der Nahrung fange ich jetzt mal noch garnicht an. Wir haben große Pläne und wenig Zeit. Danach reisen beide ab und ich habe mich entschieden meinen Flug nicht umzubuchen, sondern es mit mir selbst und mit China aufzunehmen und 2 Wochen alleine weiterzureisen. Dazu würde ich dann gerne in die Provinz Yunnan und vielleicht nach Sichuan. Diese haben angeblich die schönste Natur und die reichste Kultur Chinas. Über 50% aller ethnischer Minderheiten Chinas leben in Yunnan und von Gebirge (bis ca. 4000 Meter) das an Tibet und an den Himalaya grenzt bis hin zu Dschungel und den letzten Elefanten/ Pandabären Chinas dürfte ich da alles finden was ich suche. In Yunnan gibt es sogar Gegenden die absolut tibetisch geprägt sind, sodass ich quasi tibetische Kultur erleben kann, ohne mich vorher mit der chinesischen Regierung um eine Einreiseerlaubnis für Tibet zu streiten. Außerdem sagen meine Reiseführer, dass die Menschen dort Reisenden gegenüber sehr offen und freundlich eingestellt sind und dass es nicht so gefährlich ist wie zum Beispiel Guangdong... das ist alles Theorie. In der Realität wird das sicherlich keine einfache Zeit, ich hoffe aber es wird eine reiche (wenn auch garantiert nicht finanziell!!!) ...

 

P.S: Das Foto zeigt mich beim Ritt auf einer Kanone in der alten Festungsanlage von Macau... das Bild unten zeigt ebenfalls mich aber in Hong Kong bei Jessie, einer "eingeborenen " Freundin (links) und ihrer Mama (rechts) zuhause. Ihre Mutter war so lieb Raphaela und mich zum Essen einzuladen. Ein wirklich toller Abend..bittet erinnert mich, dass ich euch noch mehr davon erzähle!!

 

1 Kommentar 10.3.10 17:40, kommentieren