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Sound and Silence

Wow: diese Woche bin ich fleißig! Nach einem neuen Eintrag (siehe unten) habe ich auch ein neues Album gebastelt:

Episode V: Sound and Silence 

 http://www.facebook.com/album.php?aid=188237&id=584972867&l=411355e949

Darin sind Bilder vom Tai Mo Shan Hike zu sehen und Bilder aus dem Partyviertel Lan Kwai Fong....zwei Extreme einer Stadt.

1 Kommentar 13.2.10 21:04, kommentieren

Was genau war nochmal der Vorteil an Demokratie?


Das habe ich nämlich gerade vergessen...ich musste nämlich nach Hong Kong reisen um ein Studium zu bekommen bei dem man mich zum Querdenken anregt. Irgendwie traurig, oder? Ich belege hier einen Kurs der sich "Crises and Alternatives" nennt und in diesem diskutieren wir aktuellen Krisen auf dieser Welt (lokal und global...von einer neuen Bahntrasse in Hong Kong quer durch ein Dorf bis hin zum Thema "Food Security" und ich muss feststellen: in Deutschland läuft das genau wie hier!

 Hier wollen sie eine Bahntrasse durch ein Dorf bauen, die Leute gehen auf die Straße, protestieren, nichts passiert. Die Locals meinten " aber ihr habt doch  Demokratie...Umsiedlung gibt es da doch nicht so einfach"...Käse! Im Ruhrgebiet werden zig Ortschaften platt gemacht für den Braunkohleabbau von dem vor allem einige wenige Unternehmen profitieren. Leute protestieren, nichts passiert.

 Klar, ich möchte bestimmt nicht tauschen! Hier regiert der pure Kapitalismus. Ein Eldorado für jeden FDP-Wähler. Ganz schlimm. Die Wirtschaft kontrolliert hier die Politik und die Medien. Es gibt zwar offiziell Pressefreiheit, so bin ich zum Beispiel in der Lage diesen Eintrag zu schreiben, zu googeln, Facebook zu benutzen oder Youtube (all das kann ich mir in Mainland China abschminken!), aber wenn man sich die (für mich englischsprachigen) Zeitungen genauer ansieht, dann stellt man fest, dass sich die Leute hübsch selbst zensieren.

Hier gibt es gerade eine Jugendbewegung, die sich die "post 80s" nennt und aus unserer Generation besteht. Die protestieren seit Dezember jeden Freitag vor dem Regierungsgebäude und vor einigen Wochen kam es zu Ausschreitungen und das Gebäude wurde eine ganze Nacht lang belagert. Im Moment richtet sich der Protest vor allem gegen die Zugtrasse aber generell geht es um mehr Demokratie. Die Locals in meinem Kurs sagen, dass sie sich eine Zukunft in Hong Kong nicht vorstellen können, weil sie sich nicht repräsentiert fühlen durch ihre Regierung, abgewiesen gar oder unverstanden. Die ältere Generation ist gegen diese Jugendbewegung. Sie sagen es gehöre sich nicht. Diese Generation fühlt sich eher zur Regierung in Bejing hingezogen. Dadurch kommt es auch zuhause zu Problemen weil die Leute in unserem Alter hier nicht so frei sind wie wir. Die Familie nimmt viel stärker Einfluss. Mädchen mit 22 sind hier so wie ich es mit 14 war. In jeder Hinsicht.

 Dieser Kurs wird unterrichtet von einer waschechten Kommunistin und Globalisierungsgegnerin der ich großen Respekt zolle. Ich bin kein Kommunist. Ich sehe aber auch dass Kapitalismus hier grad nicht so richtig funktioniert, zumindest nicht für jeden. Die Zahl der Verlierer in Hong Kong ist beeindruckend. Hier gibt es regelrechte Slums und an anderer Stelle großen Reichtum. Diese "Lehrerin" ist jedoch sehr vielseitig gebildet und nimmt an vielen weltweiten Konferenzen wie dem "World Social Forum" Teil, sodass sie uns einfach ganz viel erzählen kann. Sehr desillusionierend, sehr deprimierend und eigentlich nichts was ich nicht schon gehört hätte-- ich hatte es aber mit Hilfe eines Marketingstudiums erfolgreich verdrängt. Wenn ich das hier erlebe bekomme ich große Angst wie die Welt aussehen wird wenn ich 35 bin.

 Anyway: ich möchte hier ja kein politisches Essay abliefern sondern ein bisschen über die Zukunft plaudern: Ich war am Samstag "hiken" (mein Denglisch erreicht hier ungeahnte Ausmaße) und das war eine geniale Erfahrung!! Ich war so richtig sick of crowds und musste ganz dringend mal raus aus dem dauernden Gewühle in Hong Kong....diese Stadt ist eine einzige Menschenmasse! Wir sind auf den höchsten Peak der New Territories und der Weg war geprägt von atemberaubender Schönheit, scheinbarer Weite und für HK-Verhältnisse unendlicher Ruhe. Es war mega anstrengend und ich habe einen mega muscle tomcat aber das hat sich in jeglicher Hinsicht gelohnt! Ich habe mich spontan in einen großen Felsen verliebt (Ein Foto von uns beiden hat Jens..ich muss mir das mal besorgen und dann bekommt ihr es zu sehen!) und fühlte mich unglaublich frei. Ich stand da auf diesem freiliegenden Felsen der sehr viel größer war als ich selbst, am Rande eines Abgrundes im Wind und habe das Leben genossen. Wir haben später sogar eine große Gruppe Affen (wild!!) gesehen....nicht nur gesehen...wir mussten durch die durch weil die sich mitlerweile auf Wanderer spezialisiert haben....mit Affenbabies! Ganz ohne Gitterstäbe! Ca. 1,5m von mir entfernt!! Fotos lade ich in den nächsten Tagen auf Facebook hoch…den Link liefere ich dann wieder hier nach

Die Kultur hier geht mir manchmal krass auf die Nerven, vor allem aber schlägt sie mir auf den Magen. Ich habe es hier häufig mit Magenkrämpfen und Co zu tun und ernähre mich unsagbar fürchterlich. Da muss mir noch was gutes einfallen....ich kann ja schließlich nicht dauernd Sushi essen gehen (das ist hier sehr günstig und eine geschmackliche Offenbahrung!!).

Manchmal, wenn ich wieder all diese schwierigen Gewürze rieche und wieder überall die Klimaanlage an ist obwohl es gar nicht warm ist und wieder alle wild durcheinander schreien und schmatzen und drängeln und so dann denke ich die machen das grad mit Absicht, nur um mich zu ärgern. Dann werde ich total pissig und unfair. Ich weiß dann zwar dass das nicht stimmt, aber es kommt mir in dem Moment dann eben so vor. Auch stehe ich oft in so Menschenmassen und muss echt versuchen abzuschalten und Abstand zu gewinnen da diese ganzen Eindrücke mich dann zu erschlagen drohen--von den angespitzen Ellbogen mal ganz zu schweigen! Zum Glück bin ich einen Kopf größer als viele hier sodass ich zumindest etwas Luft zum atmen habe! 

Ich habe großes Glück mit meinem Roomie und mit meinem Buddy. Christine ist echt klasse und wir verstehen uns prima. Mittlerweile würde ich uns als Freunde bezeichnen und da ihr Major (übrigens die beliebteste Frage hier: "Whats your major?" Geschichte ist, kann sie mir ganz viel erklären--und sie liest meine Mandarin Hausaufgaben gegen

Mein Buddy Chloe ist absolut knuffig und macht nächstes Jahr ein Auslandssemester in Venlo. Leider dann, wenn ich schon nicht mehr da bin aber trotzdem freu ich mich darauf ihr wenigstens ein Stück Deutschland zu zeigen. 

Apropos Deutschland zeigen: Gestern war das Frühlingsfestival und wir haben Schwarzbrot mit einer Backmischung aus Ikea gebacken und Käse und Leberwurst und deutsches Bier besorgt (war gar nicht einfach!!) und verkosten lassen und wir haben Fotos aus Deutschland gezeigt und für unsere Kultur geworben--zusammen mit Dänemark mit denen wir mehr Kultur teilen als mir bewusst war. ECHTES SCHWARZBROT!! die Backmischung haben wir bei IKEA gekauft und Raphaela und ich sind dann Sonntag durch halb Hong Kong zu Doris, einer Angestellten der Uni, nach Hause gefahren um es dort zu backen. Sonst hatte hier niemand einen Ofen und auch ihrer glich mehr einer Mikrowelle der Vergangenheit....so hatten wir gestern frei nach dem Motto: East meets west einen tollen Abend mit Drachentänzern, chinesischer Oper, deutschem Schwarzbrot, einem schönen Hefeweizen und und und….das Studentenleben hier genieße ich wirklich in vollen Zügen! Das Bild zu diesem Eintrag ist vom Frühlingsfestival und zeigt Raphaela, Marianne und mich mit den OMIP-Mädels (Uni Büro dass für uns zuständig ist) und wir alle machen die "Chinese Pose"....

Lingnan University ist wie ein Dorf…über 1500 Leute leben in den Student Hostels und dementsprechend sitzen abends noch viele draußen oder schwirren durch die Gänge. Diese Uni würde ich gerne so wie sie ist einpacken und mit nach Venlo nehmen. Die Anlage ist echt schön mit viel Wasser und vielen Möglichkeiten sich draußen gemütlich irgendwo hinzusetzen. Und nun ist hier richtig Frühling, was viel Regen bedeutet und eine ansteigende Luftfeuchtigkeit (SCHRECKLICH!!), es bedeutet aber auch blühende Bäume und tolle Gerüche. Ich bin gerne hier. Sehr gerne! Ich habe jetzt schon Angst vor dem emotionalen Jetlag wenn es in nur 4-4,5 Monaten zurück in die Vergangenheit geht…

1 Kommentar 9.2.10 15:10, kommentieren

Fotoooos!

Hallöchen

 

Ich hab grad wieder keine Zeit einen Eintrag zu schreiben (ich nehme es mir fest für Morgen vor!), aber ich dachte ich gebe euch schon mal Material um euch in das Thema Zukunft einzuarbeiten...anbei also meine ersten 4 Fotoalbem Hong Kong...das letzte ist von heute! 

 Nicht wundern, es sind Facebook-Links...aber es sind öffentliche Links, ihr braucht also keinen Facebook-Zugang dafür!

 

  • Die Zeitreise, Episode I

http://www.facebook.com/album.php?aid=180860&id=584972867&l=15e44b1160

Erste Eindrücke aus Hong Kong..Skyline, Victoria harbour, Central

  • The past of future, Zeitreise Episode II

http://www.facebook.com/album.php?aid=183119&id=584972867&l=a38e27725c

Heritage Trail, Cycling Tour, Yuen Long, armes kleines Dorf, abenteuerliche Fähre über stinkendem Tümpel, Lan Kwai Fong by night

  • Getting happy in the valley (Zeitreise Episode III)
http://www.facebook.com/album.php?aid=184628&id=584972867&l=f070718cbc

Pferderennen, Big Buddha
  • Schön Chau (Episode IV: Das Wurmloch)

http://www.facebook.com/album.php?aid=184927&id=584972867&l=b58cfaed80

Ein Tag auf Cheung Chau

 

 

3 Kommentare 31.1.10 18:10, kommentieren

The Peak und die weniger vorzeigbaren Seiten des Lebens...

Gestern haben wir uns die Zukunft einmal von oben angesehen. Dazu mussten wir mit der historischen Tram quasi durch die Vergangenheit um auf den Peak, einen der höchsten Hügel Hong Kongs, zu gelangen. Das war cool. Noch seeehr viel beeindruckender ist jedoch der Blick von oben! Man konnte über ganz Kowloon und ganz Central gucken und das Wetter war absolut fantastisch..hatte trotz Sonnencreme fast einen Sonnenbrand! Das ist mir in der Gegenwart im Januar noch nie passiert...

 Als wir da so oben auf einer Terasse vor den grünen Hügeln Hong Kongs saßen waren wir uns einig: genau hier wollen wir gerade sein. Das ist Leben. Und wir sind dabei Runter ging es dann später zu Fuß was bei angenehmen 15-20° und mit geringer Luftfeuchtigkeit auch noch richtig Spaß gemacht hat! Ich weiß nicht ob es mir in 2 Monaten bei über 90% Luftfeuchtigkeit noch genauso geht...

Unterwegs haben wir einen Kakadu gesehen...und riesige Bäume mit krassen Wurzeln und Megablättern. Und Lianen und Schlingpflanzen. Und Mandarinen-, Bananen- und Papayabäume...an dieses dschungelige kann ich mich echt gewöhnen! 

Apropos Wetter und Essen: Letzte Woche wurde hier Kältewarnung ausgesprochen. Die Temperatur ist auf sibirische 10° (+!!) gefallen...im Internet wurden Anleitungen zur Bedienung einer Heizung angeboten! Zu diesem Anlass machen die Hong Konger für gewöhnlich "Hot Pot". DAs ist sowas wie ein gesundes Fondue und das beste und gesündeste was ich hier bislang zu essen bekommen habe. Man kocht Wasser mit Gewürpaste und wirft dann ganz viel Gemüse (welches mir t.w. unbekannt war), Pilze, Nudeln, Fishballs, Dumplings und so Kram da rein. Dann lässt man es eine Weile kochen bzw. dünsten und frischt es raus um das Wasser neu zu füllen. Alle in einem Topf. Das ganze dauert lange, schmeckt echt toll (man isst es mit Soyasauce und Chili) und ist super gesellig. Christine hatte mich dazu eingeladen und mit ihr und Raphaela hatte ich echt einen tollen Abend!! Christine wollte nie verraten was in den Fishballs drin ist bevor wir sie gegessen haben. Anschließend habe ich dann erfahren dass ich nun unter anderem weiß wie Seeigel schmeckt....interessant.

Leider habe ich hier auch schon viel ekeliges Zeugs gesehen. Der Fraß in der Kantine ist teilweise ungenießbar. Gestern habe ich eine derart schleimige Pampe bekommen dass ich ein Foto gemacht habe. Ihr seht es über diesem Eintrag. Ich fand es irgendwie spannender als ein Foto von der Skyline der Zukunft! Das Gericht heißt übrigens Reis mit Beef und Ei. Und die Gabel ist eine Ausnahme

Letztens waren wir in einem Restaurant und haben fritierte Nudeln mit Schleim gegessen. Nachdem Claudia mutigerweise ein Stück weißes irgendwas probiert hat was in dem Essen war musste sie den Tisch kurz in Richtung "restroom" verlassen. Neben der "das Essen sieht ekelig aus und alles ist voller Knochen"-Diät (ich weiß auch nicht warum die das noch nicht in die Cosmopolitan geschafft hat) mache ich hier sehr erfolgreich die Stäbchen-Diät. Zwar werde ich langsam schneller und geschickter mit Stäbchen, aber man ist trotzdem noch deutlich langsamer...vor allem da man ja nicht ausversehen ein Stück Knochen oder Haut mitessen will....

Ich war nun schon mehrfach in den richtigen chinesischen Markthallen in denen die Chinesen ihren Kram kaufen und ich muss sagen ich bn viel empfindlicher als ich dachte. Chinesen glauben Fisch ist nur Frisch wenn er fritiert und auf dem Teller noch zuckt. Ihr könnt euch also vorstellen was auf dem Markt abgeht. Ich habe springende Fischfilets gesehen (Kein Witz!) und bin einmal kreischend zur Seite gesprungen weil ein riesiger Fisch einen Satz auf mcih zu gemacht hat. Dann sind da die Verkäufer die einen auf kantonesisch anquasseln und einem lebende Tiere entgegenhalten und dabei die Kiemen aufhalten damit man sieht wie frisch das ist. Alles sehr blutig, alles sehr stinkig und echt nichts für schwache Nerven. Aber ich finde es gut sowas mal zu sehen dnen unser Fisch sah auch mal so aus bevor er bei Aldi in der Truhe lag. Hier haben die Leute wenigsten einen Bezug dazu was das Filet eigentlich mal war, nämlich ein lebendes Tier. Neben dem "frischen Fisch" sieht man hier außerdem jede Menge Kraken, Garnelen, Seeigel, Kröten (lebend in großen Netzen zusammengepresst) und irgendwelche anderen undefinierbaren, in meinen Vergangenheitsaugen ekelhaften Dinge. Katzen und Hunde dürfen in Hong Kong edoch per Gesetz nicht gegessen werden. Manchmal ertappe ich mich wie ich in Gedanken ein kleines "leider" anfüge...die Lingnan University hat nämlich eine echte Katzenplage!!!

Auch toll: Bubbles Tea aus Taiwan. Das ist kalter Tee mit Kondens- oder  auf Eis serviert und am Boden sieht man merkwürdige schwarze Kugeln. Dann denkt man an nichts böses und nimmt einen tiefen Schluck.....und zack hat man den ganzen Mund voller glibberiger Kugeln. Diese schwarzen Kugeln sind die großen Geschwister von dem was man bei uns Sago nennt und eigentlich  nicht weiter ekelig. Wenn man jedochnicht damit rechnet ist das schon ganzschön heftig den Mund voller Kugeln mit der Konsistenz von Fischeiern (die ich hier mitlerweile auch schon unwissentlich verspeist habe) zu haben....

Ich muss wohl nicht erwähnen dass das Gesundheitsamt der Vergangenheit hier in der Zukunft jeden Markt und jeden Supermarkt auf der Stelle geschlossen hätte. Fleisch liegt unverpackt in der Gefriertruhe und so ein Markt ist ein echter Abenteuerspielplatz für alle Mikroorganismen. Wenn ich über einen solchen Markt oder durch die schmuddeligen wirklich chinesischen Hinterstraßen streife dann kann ich mir überhaupt nicht vorstellen dass diese Stadt auf dem gleichen Planeten liegt wie mein süßes kleines Großenaspe. Auf jeden Fall liegt sie aber nicht in der selben Zeit, da bin ich mir mitlerweile sicher!!

 

P.S: Mein Vorsatz für den heutigen Tag: Fotos bei Facebook und/oder StudiVZ hochladen...

 

3 Kommentare 17.1.10 05:07, kommentieren

Berichte aus der Zukunft

Am 5. Januar begann nun also endlich meine Reise in die Zukunft...und sie begann, wie kann es anders sein, mit einem Ausflug in die Vergangenheit. Meine British-Airways-Zeitmaschine hat mich um eine Stunde in die Vergangenheit katapultiert und ich bin ausgerechnet in London gelandet. London war trotz seines zeitlichen Rückstandes recht zivilisiert und die unterirdischen Straßen waren gut genug ausgebaut um alle wichtigen Sehenswürdigkeiten in 2,5 Stunden abzuklappern bevor ich mich abends mit meinem verbündeten Zeitreisenden Jens getroffen habe um das Abenteuer Zukunft zu wagen: HONG KONG!

 Dazu haben wir uns erneut an Bord begeben und sind mit über 800 km/h in die Zukunft gerast. Nach 12h sind wir paradoxerweise nur 8 Stunden in der Zukunft gelandet. Die Zukunft verbarg sich unter einer dicken Schickt aus Nebel sodass wir erst im Moment vor der Landung unser Ziel erblicken konnten. Unser Abenteuer führte uns über die Weiten der sibirischen Tundra und die Höhen der östlichen Ausläufer des Himalaya. Mit an Bord war ein blauer Weggefährte mit lustigen Puscheln. Aber wo ein Wurmloch ist kann ja auch der Wurm nicht weit sein...

 Die Landung in der Zukunft war weich aber alles war so groß und fortschrittlich im Vergleich zu der mitteralterlichen Burg die sich Europa nennt sodass wir einige Schwierigkeiten hatten uns zurechtzufinden. Zum Glück stand uns die eingeborene Chloe zur Seite und lehrte uns manierlich mit Stäbchen zu essen und brachte uns sicher in die sichere Burg (hier in der Zukunft nennt man diese übrigens "Guest House of Lingnan University"....

Dort nutzen wir vor allem die Betten denn die Reise war lang und beschwerlich. Alles war neu. Der Geruch, der Blick auf Palmen, Wolkenkratzer und (aus norddeutscher Perspektive) Berge, das Grün, das Wasser in der Luft....Doch wir fanden uns relativ schnell zu recht und konnten schon einige Dinge für unseren Aufenthalt in der Zukunft erledigen.

Am nächsten Tag trafen wir auf weitere Zeitreisende wie Rikke und Marianne aus Dänemark. Später trafen dann auch unsere Verbündeten Claudia und Cenk ein was uns zu einem Ausflug ins unglaubliche Kowloon veranlasste. Die Stadt ist einfach unglaublich in seinen Dimensionen, seinen Gegensätzen, seiner Andersartigkeit, seiner Effizient. Kein Zentimeter bleibt ungenutzt, keine Minute wird verschenkt. Alles funktioniert so reibungslos dass es beängstigend ist. Die Kinderkrankheiten der Vergangenheit scheinen auf den ersten Blick ausgemerzt. Die Zukunft ist ein Sicherheitsfanatiker der bei Regen (immerhin 240 von 360 Tagen) Schilder aufstellt die vor nassem Boden warnen. 

Tuen Mun, die Stadt unseres Aufenthaltes, scheint da einige Stunden zurückgeblieben zu sein. Alles ist gewaltig und effizient aber es fehlt noch etwas an Stil und Klasse. Die New Territories stolpern noch ein wenig und wirken etwas unbeholfen. Meine Mitreisenden und ich sind vielen Blicken ausgesetzt und werden jede Sekunde an unsere Andersartigkeit erinnert. Es fällt uns schwer uns mit den Eingeborenen (sie nennen sich "Locals" zu verständigen und auch wenn sich alle sehr viel Mühe geben und äußerst hilfsbereit sind ist es manchmal sehr schwierig Schritt zu halten.

Nach 2 Tagen ist die Zeitreisenden-Schonfrist vorbei und wir beziehen unser Student Hostel. Und erneut treten wir eine Zeitreise an in Zeiten in der Menschen auf nacktem Stein schliefen. Mein Bett (Brett wie ich es liebevoll nenne) befindet sich in einem winzigen Zimmer dss ich mir mit einer Mitbewohnerin und deren besten Freundin Christina Aguilera teile. Bislang funktioniert das sehr gut und mit etwas Übung und Wissen aus der Vergangenheit (stabile Seitenlage) gelingt es mir mein Gewicht so zu verteilen dass ich die ersten Nächte fast ohne Druckstellen an den Beckenknochen überstehe. Es bleibt abzuwarten wie es sich entwickelt.

Man speist gar seltsam in der Zukunft aber dazu werde ich bestimmt noch kommen. Es wird nun regelmäßige Treffen zwischen mir und den "Locals" geben und ich bin gespannt was diese noch alles für mich bereithalten!So haltet euch bereit für meinen nächsten Bericht aus der Zukunft!!

 

1 Kommentar 11.1.10 18:11, kommentieren