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This time tomorrow, where will we be?

"This time tomorrow where will we be
On a spaceship somewhere sailing across an empty sea
This time tomorrow what will we know
Will we still be here watching an in-flight movie show
I'll leave the sun behind me and watch the clouds as they sadly pass me by
Seven miles below me I can see the world and it ain't so big at all
This time tomorrow what will we see
Fields full of houses, endless rows of crowded streets
I don't know where I'm going, I don't want to see
I feel the world below me looking up at me
And I'm in perpetual motion and the world below doesn't matter much to me"

(The Kinks - This time tomorrow)

Das Lied habe ich vor kurzem auf dem Soundtrack zu "The Darjeeling Limited" entdeckt und es beschreibt im Moment ganz gut was so in meinem Kopf vor sich geht. Wie bereits erwähnt geht meine Planung genau bis Hong Kong und nun muss ich ernsthaft anfangen zu überlegen a) wo ich meine Bachelorarbeit schreiben will b) was ich danach machen will c) wie es mit einem Master aussieht....ich bin nämlich - man mag es kaum glauben - nur noch 2 Wochen in Hong Kong. Am 10. Mai geht mein/ unser (ich reise nun endgültig mit Raphaela und Jens aus Deutschland und mit Christopher aus New York)  Zug nach Shanghai wo wir die Expo besuchen werden bevor wir unsere ehrgeizige Rundreise starten:

Shanghai, Beijing, Innere Mongolei, Xi'an, Yunnan, Guanxi.

Chris verlässt uns wahrscheinlich schon in der Mogolei um seine Familie in China zu besuchen, Raphaela und Jens bleiben mir noch bis zum 29. Mai erhalten bevor die beiden nach HK zurückkehren und nach Europa fliegen. Ich bleibe dann noch die 2 Wochen in Yunnan, Guanxi und evt. Hunan. Das Problem ist dass diese Region im Moment stark von Naturkatastrophen gezeichnet ist. An der Grenze zu Yunnan und Tibet war das Erdbeben und die ganze Region leidet unter der schlimmsten Dürre seit 100 Jahren die dazu führt dass Bauern ihre Höfe verlassen um in der Stadt Arbeit zu finden während die Frauen versuchen das Vieh irgendwie durchzukriegen. Ziemlich schlimm. 1/3 der Reisernte ist hinüber und da der Norden unter Überflutungen leidet wohl auch ein Großteil der Getreideernte. Aber ich muss in Xian sehen wie die Situation im Süden ist und dann entscheiden. Ich will mir Yunnan eigentlich echt nicht entgehen lassen. Das ist die kulturell spannenste und schönste Region Chinas. Und ja: klar hab ich Angst allein durch China zu reisen. Aber das ist es mir wehrt Da ich in Hostels schlafen werde lerne ich bestimmt Backpacker vor Ort kennen (diese Region ist sehr beliebt bei Backpackern aus aller Welt), außerdem habe ich die Option jeder Zeit nachHong Kong einzureisen und dann reisen auch noch 2 meiner mexikanischen Freunde, Mariana und Ingrid, zu dieser Zeit durch China. Wenns also schlimm wird kann ich mich mit den 2n treffen und wir reisen zusammen weiter. 

 Noch 2 Wochen Hong Kong. Diese Stadt wird mir fehlen und vor allem die Uni und die Gemeinschaft hier. Ich habe hier Freunde gewonnen, von denen ich, sind wir mal ehrlich, kaum jemanden wieder sehen werde. Einige, wie Virginia z.B.  (aus West Virginia^^) planen Europatrips und werden mich evt besuchen, andere wohnen garnicht so weit weg (Sophie aus Paris und Marianne aus DK), andere haben mich eingeladen (Rose aus Seoul) oder Mariana aus Mexico hat z.b. länger in Hamburg gewohnt und plant demnächst wieder hinzufahren. Nach Kanada will ich ja schon immer mal, da werde ich dann hoffentlich die Gelegenheit haben Kris, Jeremy und Holly zu sehen. Trotzdem. Wer weiß wann das sein wird. Chris aus New York hat nun Stephan eingeladen, da darf ich dann ja evt mal mit^^

Und dann sind da die  Hong Kong Freunde wie Jessie und mein Buddy Chloe und meine Mitbewohnerin Christine. Ich weiß garnicht mehr wie ich alleine einschlafen soll! Nach 4 Monaten zu zweit auf 12 m²....so ungefähr stelle ich mir das Leben siamesischer Zwillinge vor

Ich werde noch Fotos vom Campus und allem hochladen. Ich habe mich an den Olympischen Pool gewöhnt, an die schöne Atmosphäre, sogar an die doofen Campus-Katzen....

Viele planen hierher zurückzukeren. Sei es durch ein zweites Auslandssemester, ein Masterprogramm oder beruflich. Ich denke das ist nicht wirklich eine Option für mich. So gern ich diesen Ort auch habe, ich will mehr sehen, neue Länder entdecken.  Ich hatte gehofft mein Fernweh wird nach Hong Kong besser, aber ich fürchte jetzt habe ich erst so richtig Blut geleckt. Asien fasziniert mich. Die Leute sind so anders und in ihrer ganzen Art so interessant und entspannt. Ich möchte nun unbedingt Ankor Wat (Kambodia) und Vietnam sehen. Außerdem soll Malaysia unglaublich schön sein. Und Indonesien. Und Japan. Und überhaupt. 

Für April haben wir hier sehr ungewöhnliches Wetter. Rel. kalt und regnerisch. Letztes Jahr um diese Zeit war hier schon Hitzewelle angesagt, aber dieses Jahr ist es sehr gemäßigt. Viele der anderen sind davon genervt, mir kommt das entgegen. Ich brauche wirklich keine 30° und 98% Luftfeuchtigkeit zum Glücklich sein. Wir hatten so schwüle und heiße Tage, aber wochenlang...mhh...nee.  Auf jeden Fall haben wir nun die IFC-Terrasse, im vierten Stock des IFC-Towers, für uns entdeckt. Dort kann man mit Blick auf die Kowloon Skyline sitzen und sich selbst was zu trinken mitbringen und dann läuft da so lustige Fahrstuhlmusik und wenn man zur Toilette muss kann man auf der Toilette des Four Seasons 5-Sterne-Pinkeln.

Was so richtig nervt sind die scheiß Mosquitos. Wenn ich eine Tierart auslöschen dürfte, wüsste ich für wen ich mich entscheide. Wobei. Die kleinen schwarzen Stechfliegen sind auch noch im Rennen. Alles was ich tun kann ist versuchen so scheiße wie möglich zu schmecken indem ich mich mit chinesischen Ölen einreibe oder die Chemiekeule anwende. Ich hab allerdings Freitagnacht mit Raphaela mal überlegt: von den Mücken abgesehen haben wir NICHTS mehr ernsthaft auszusetzen! Sogar an das Essen haben wir uns mitlerweile gewöhnt. Keine Magenkrämpfe mehr. Und in der Kantine haben wir nun soweit alles probiert um zu wissen was man bestellen kann und was man auf GARKEINEN FALL JEMALS bestellen sollte. 

Achja: Stephan war hier! 12 Tage waren allerdings total kurz. Wir haben viel unternommen. Das tollste war wohl Sai Kung mit den anderen. Wir sind Etappe 2 des Mc Lehose Trails gelaufen. Dafür muss man einen Bus mitten ins nichts nehmen und dort läuft man dann über Pfade von einem Traumstrand zum nächsten. Alle nicht mit dem Auto erreichbar. Die Etappe hat es in sich. Ich habe danach mindestens eine Woche eine strenge "No stairs policy" verfolgt und bin sogar vom Erdgeschoss in den ersten Stock mit dem Aufzug gefahren. Ich habe mein Pensum an Treppensteigen für die nächsten Jahre echt erfüllt!!! Das war ein Muskelkater....

Auf jeden Fall haben wir an einem dieser Strände gezeltet. Nachts leuchtet das Plankton im Meer neongrün wenn die Wellen brechen. Soo schön! Die meisten hatten dann am 2. Tag genug, aber Stephan und ich sind mit Chris noch die Etappe zuende gelaufen. Allerdings in die falsche Richtung, was ein Fehler war wie sich später herausstellen sollte, da es die letzten 2 Stunden eigentlich nur noch bergauf ging. Jedesmal dachten wir das wäre jetzt der Gipfel und immer ging es noch weiter. Die Belohnung war dann Long Ke Beach, der schönste und einsamste der Strände. Wunderschön! Danach waren wir allerdings echt tot und wir wollten vom Damm hinter dem Long Ke Beach (ein weiterer Anstieg aus dem Tal wieder raus) ein Taxi nehmen, trafen dort aber auf 50 Hiker mit dem selben Ziel weshalb wir noch 5 km von Etappe 1 gelaufen sind. Als dann ENDLICH ein Taxi hielt waren wir wirklich sehr sehr fröhlich. Leider hatten wir nicht so schönes Wetter. Sehr neblig und manchmal ein bisschen Nieselregen sodass die Fotos nicht soo toll geworden sind. Sind alle in dem "Mango Man"-Album. Ich werde versuchen nochmal die Etappe 2 zu laufen- aber in die richtige Richtung und bei schönem Wetter für noch schönere Fotos und für noch mehr Badespaß  

 So...nun habe ich 1300 Worte an euch geschrieben anstatt 1300 Worte in mein Cultural Studies Essay zu schreiben. Ich habe nämlich gerade Klausurenphase. Am Donnerstag hatte ich meine letzte Vorlesung an der Lingnan University in Hong Kong (schnief) und am Freitag hatte ich dann meine mündliche Chinesisch Prüfung: "Ni hao ma? Wo baba mama hao ma? Wo de nan pengyou hen mang?" Das schlimmste ist dass viele der Töne für mich immernoch absolut gleich klingen:

Cathleen "tchi"

Lehrerin "No...Tchi!"

Cathleen "tchi"

Lehrerin "No, tchi!"

Cathleen "tchi"

Lehrerin: Yes!!

Cathleen: ????

 Aber scheint gut gewesen zu sein. Meine Lehrerin meinte nur "you did very well". Mh. Außer meiner Lehrerin versteht uns aber trotzdem noch keiner. Das wird noch was in China....

 

Fotoalben:

Mango Man or "The Time Traveler"

Sign Seeing

Ich entschuldige mich übrigens erneut für meine Schlechtschreibung. Leider ist es im Moment furchtbar um mein Deutsch bestellt. Ich musste manche Sätze in Englisch vorformulieren

25.4.10 10:17

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


verena (4.5.10 21:16)
heute hat mich die "no stairs policy" zum lachen gebracht - die scheint sich international durchzusetzen - NYC hat sie jedenfalls erreicht...

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