Letztes Feedback





 

Gab schon lange kein Gedicht,
mit einer niedlichen Geschicht',
die einen so richtig mitreiß
t und das kann ich, ja ich weiß!

Es folgt die Geschicht'
vom kleinen Wicht
den der Sehnsuchts Sog
in die Ferne zog.

Ans Ende der Welt!
Oder noch viel weiter?
die Frage, die ihn quält
die Antwort macht ihn heiter!

Wo liegt die Ferne?
Wo ist nah?
Das wüsst' er gerne
ist doch klar!

Woran macht man Ferne fest?
Vielleicht hilft hier ein kleiner Test?
"Ich lege meinen Teddy hin
und gehe dann woanders hin."

Ob man auf diese Weise erfährt,
woran sich die Mythos Ferne nährt?
wenn er sich soweit weg schindet
bis alles vertraute aus den Augen verschwindet?

Ein Fuß vor den anderen
so macht man das beim Wanderen
und eh man sichs versieht
ists die welt, die an einem vorbeizieht.

Immer weiter, immer ferner
Immer mutiger, immer gerner
Immer müder, die armen Schuh
So langsam braucht er mal Ruh.

Er sieht sich um,
erkennt hier nichts
Er wird ganz stumm
im Herzen stichts.

Sein armer Teddy
sieht ihn nicht mehr
fühlt sich screckli
er fehlt ihm sehr.

Er verweilt noch kurz
sieht sich noch um
Zu sagen "mir schnurz"
das wär doch dumm!

So entdeckt er das ferne Land
doch fehlt im der Teddy an seiner Hand
Würd' ihn jetzt gerne eng umarm'
und ihn dann mit Liebe umgarn.

Aber erst noch ein Blick herum
das zu verpassen wär doch dumm
Es gibt dort soviel zu entdecken
wer würde ihn wohl dafür necken?

Doch so langsam reichts dem Wicht
denn zuhaus ist er hier nicht
er möchte seinen Teddy wieder
und bewegt die müden Glieder.

Schritt für Schritt
zählt er jetzt mit
wie langs noch ist
bis er zuhause ist.

Doch oh Schreck!
was wenn der Teddy weg?
wenn er zu lang alleine war
und zu sehr litt in diesem Jahr?

Schnellen Schrittes läuft er los
er läuft und läuft, was tut er bloß,
sollte er wirklich gegangen sein?
was wär das eine schlimme Pein!

Jetzt wird ihm klar,
was Ferne war.
Ferne ist nicht abzuzählen
und zu markieren mit bunten Pfählen.

Ferne ist nicht hier, sondern dort
aber nicht an einem bestimmten Ort.
Ach was war der Wicht doch blind!
Ferne ist da, wo die Liebsten nicht sind!

Bald ist er da, zwei, eins, Hipp!
hier endet sein verrückter Trip.
Er ist jetzt da wo er mal war
und der Teddy?... der ist noch da!

Die beiden falln sich in den Arm
und halten jetzt einander warm.
Zwar ists nicht genau wie vor der Reise
aber mindestens so schön, auf andre Weise!

Und die Moral von der Geschücht:
Du bist in Hongkong, dat macht doch nüscht! :-*

 

von meinem Lieblingskünstler S.J., Kempen 2010